Klimaschutztipps

Das Einsparen von Energie und das Bemühen um eine nachhaltige Lebensweise sind sehr effektive Wege, um das Klima spürbar zu schützen.

Energieverschwenderisches Verhalten ist oftmals das Resultat aus gewohntem Tun und einer gewissen Unbedachtheit und Bequemlichkeit. Dabei ist es ziemlich einfach, die Umwelt und auch den eigenen Geldbeutel zu schonen. Deshalb: Selbstbewusst und selbstverständlich mit gutem Beispiel beim Energiesparen vorangehen. Klimaschutztipps beherzigen, aktiv weitere Personen überzeugen und Netzwerke bilden. Kurz: lokal wirken – global gewinnen.

 

Bauen

Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht die meiste Energie fürs Heizen. Wer neu baut oder sein Haus saniert, hat deshalb weitreichende Möglichkeiten, das Klima
zu schützen. Durch effizienten Umgang mit Energie lässt sich der Verbrauch im Vergleich zur herkömmlichen Bauweise ohne weiteres auf die Hälfte senken.

Darum: Als Besitzer eines älteren Hauses energieeffizient renovieren, also auf wärmedämmende Fenster und eine gute Isolation von Fassade und Dach achten. Ist ein Neubau geplant, sollte man auf Standards setzen, die Gebäudehülle und Haustechnik als ein System betrachten. Gefragt ist nicht unbedingt ein Maximum energiesparender Technologie – entscheidend sind vielmehr sinnvolle Kombinationen.

 

Wohnen

Vor allem: Nutzen Sie Ökostrom aus Erneuerbaren Energien!

Ob Mieter oder Eigentümer: Die Raumtemperatur in den eigenen vier Wänden kann jeder selbst bestimmen. Und sie ist ein maßgeblicher Faktor unserer CO2-Bilanz. Heizen wir nur leicht weniger, wirkt sich dies bereits nachhaltig auf den Energieverbrauch aus. Als Faustregel gilt: Ein Grad weniger Raumtemperatur im Winter senkt Heizkosten und CO2-Emissionen um rund sieben Prozent.

Darum: Raum- und Wassertemperatur reduzieren und clever regulieren. Viel Energie lässt sich durch den richtigen Umgang mit Haushaltgeräten sparen. Benutzen Sie Waschmaschine und Geschirrspüler nur, wenn sie ganz voll sind. Waschen Sie Ihre Wäsche weniger heiß. Echte Energiefresser sind beispielsweise Wäschetrockner, Mikrowellengeräte, Klimaanlagen, Toaster, Föhne – verzichten Sie weitgehend auf den Einsatz solcher Geräte. Nehmen Sie eine Dusche anstatt ein Bad, denn das Duschen erfordert nur etwa ein Viertel der Energie.

 

Mobilität

Der Berufs- und Freizeitverkehr ist im Westen eine der Hauptursachen für die Luftverschmutzung und die Emission von Treibhausgasen.

Die Auswirkung der Mobilität auf die Umwelt hängt von der zurückgelegten Distanz und vom gewählten Verkehrsmittel ab. Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, belastet das Klima nicht. Und wer mit der Bahn fährt, verursacht etwa zehnmal weniger Treibhausgase als im Auto.

Darum: Wo und wann immer möglich, sollte man auf ein eigenes Auto verzichten und mit Bahn, Öffentlichen Verkehrsmitteln, Carsharing und Fahrrad unterwegs sein.

Sollten Sie sich allerdings ein Auto anschaffen müssen, achten Sie auf die angemessene, lediglich notwendige Größe des Fahrzeugs und auf einen möglichst niedrigen Treibstoffverbrauch.

 

Reisen

Den weltweit stärksten Zuwachs von CO2-Emissionen verursachen Flugzeuge. Wer mit dem Flugzeug reist, verursacht in ein paar Stunden den CO2-Jahresverbrauch eines Autos.

Darum: bewusst reisen. Geschäftlich und privat so wenig wie möglich fliegen. Nehmen Sie für kürzere Distanzen den Zug. Machen Sie weniger, dafür vielleicht länger Ferien. Regelmäßige Städtetrips belasten die Atmosphäre mehr als eine weite Flugreise alle paar Jahre.

Sie können übrigens bei unvermeidbaren Flügen freiwillig für die durch Ihren Flug verursachten Treibhausgase einen Ausgleich zahlen, der für neue energiefreundliche Projekte eingesetzt wird.

 

Konsumieren

Strom lässt sich auf vielfältige Weise einsparen: nur die benötigten Geräte und Lampen anschalten. Auf Stand-by-Betrieb verzichten. Energiesparlampen und LED-Leuchten benutzen. Weniger warmes Wasser verwenden …

Effizienter noch lässt sich Strom bei Kühl- und Gefriergeräten sparen. Die Unterschiede beim Energieverbrauch sind je nach Geräteklasse enorm. Klimaschonend sind lediglich Geräte der Klasse A und besser.

Auch beim Einkauf bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zum klimabewussten Verhalten. Der Anteil der Ernährung am Energieverbrauch macht etwa ein Fünftel aus. Besonders wirksam: Weniger Fleisch essen, da die Tiermast besonders energieintensiv ist. Beim Gemüse kann man ebenfalls klimaschonend einkaufen: Im Freien gezogenes Gemüse belastet das Klima etwa neunmal weniger als die in Gewächshäusern oder Nährlösungen gezogenen Produkte.

Darum: Beim Kauf von Haushaltgeräten auf die Energieetikette achten. Strom bewusst sparsam nutzen. (Bio-)Lebensmittel saisongerecht und aus der Region einkaufen. Weniger Tierprodukte konsumieren.

 

Recycling

Recycling ist ein bekanntes Umweltthema, wird aber immer noch nicht konsequent genug betrieben. Durch das Recycling von Rohstoffen wird außer den Rohstoffen selbst auch Energie eingespart.

Darum: Müll trennen! Mehrwegflaschen aus Glas und wiederverwertbare Verpackungen wählen! Nicht mehr benötigte Güter weitergeben!

 

Gesellschaft

Machen Sie Klimaschutz zum Thema! Weisen Sie Menschen in Ihrer Umgebung, vor allem auch Kinder auf die Bedeutung des Energiesparens und die Verantwortung für die Umwelt hin. Helfen Sie, dass die Natur respektiert wird und natürliche Lebensräume erhalten bleiben und neu geschaffen werden.

 

 

print