Einen Fermenter, wie der für den Klimapark konzipierte grüne Rundbau mit seinem Tragluftdach, haben Sie gewiss schon des Öfteren aus einiger Entfernung gesehen. Ein solcher Bau dient der Gewinnung von Biogas und Biomasse. Als Klimaparkpartner hatte das Unternehmen Biogas Nord in den Jahren 2010 und 2011 den zylindrischen Bau aus Stahlbeton wie einen echten Fermenter angelegt, wenn auch in etwas geringerem Maße.

Solche Biogasreaktoren verfügen über eine integrierte Wandheizung; sie sind mit bis zu vier Rührwerken ausgestattet. Als Biomasse werden vor allem tierische Exkremente, Silagen, Grünschnitt und Schlachtabfälle eingesetzt. Unter Ausschluss von Licht und Sauerstoff und bei optimalen Temperaturen wird durch mikrobielle Prozesse die Biomasse zu Biogas und Gärresten, besonders zu Dünger, abgebaut. Das Biogas sammelt sich dabei im oberen Bereich des Fermenters.

Nach mehreren Reinigungsprozessen wird das Biogas in einem kleinen Blockheizkraftwerk in elektrische und thermische Energie umgewandelt. Ein Teil der Energie wird für den Energie- und Wärmebedarf der Biogasanlage verwendet, der Rest kann in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Mittlerweile darf der Bau von Biogasanlagen nur noch genehmigt werden, wenn die Betreiber ein stimmiges Konzept zur Nutzung der bei der Biogasproduktion entstehenden Wärme vorlegen können, z.B. die Nutzung der Wärme zur Beheizung von Ställen oder öffentlichen Einrichtungen mit einem hohen Wärmebedarf, dies können Schwimmbäder oder Krankenhäuser sein.

Der Fermenter im Klimapark präsentiert sich als Ausstellungsort; in ihm finden Sie umfassende und anschauliche Informationen zur Technik und Verwendung des Biogases.

Animation Biogasanlage

Die Animation erläutert, wie in einer Biogasanlage aus Biomasse Strom und Wärme gewonnen werden.

 

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