Monatsarchive: Dezember 2013

Kaffee als Geruchskiller für Trikots

Dass Kaffeearoma am Morgen oder in der Kaffeepause sehr anregend wirken kann, ist bekannt. Weniger Menschen wissen aber, dass Kaffeesatz als altes Hausmittel auch den Kühlschrank vor unangenehmen Gerüchen schützt. Die taiwanesische Firma Singtex hat diese „Nebenwirkung“ als Geschäftsidee aufgegriffen und setzt Kaffeepulver heute als Geruchskiller für Sport-Textilien ein. Dafür wird Kaffeesatz getrocknet und das Öl, das dem Pulver die braune Farbe verleiht, entfernt. So entsteht ein beiges Pulver, das mit dem Recyclat von PET-Getränkeflaschen vermengt wird. Aus dieser Recycling-Masse wird Polyester hergestellt, die wichtigste Synthetikfaser für Funktionstextilien. Der Schuss Kaffeepulver sorgt dafür, dass der Stoff schnell trocknet und nicht wie andere Synthetikfasern den Geruch von Schweiß oder Zigarettenrauch aufnimmt. Kunden wie Puma, Nike, Timberland und Boss verarbeiten die Singtext-Funktionstextilien mit fünf Prozent Kaffeesatz zu Sport- und Outdoorbekleidung. So läuft etwa der englische Fußball-Traditionsklub FC Liverpool neuerdings mit solchen Dressen auf.

Veröffentlicht am 04.09.2013

Die EU sagt dem Plastiksackerl den Kampf an

Die EU-Kommission will die Plastiksackerl-Flut in Europa spürbar eindämmen. Laut EU-Statistik landen in Europa jährlich mehr als acht Milliarden Kunststofftaschen auf dem Müll, jeder Europäer verbraucht nach Angaben der EU-Kommission pro Jahr 198 Plastikbeutel. Künftig will Brüssel den Mitgliedsstaaten auch nationale Verbote erlauben und vor allem den Verbrauch leichter Einwegsackerl minimieren. Betroffen sind Kunststofftragetaschen mit einer Wandstärke unter 50 Mikron (1 Mikron = 1/1000 Millimeter). Als langfristige Zielvorgabe wird von EU-Umweltkommissar Janez Potocnik eine Reduktion des derzeitigen Plastiksackerl-Verbrauchs um bis zu 80 Prozent anvisiert, zu einer Änderung der dafür maßgeblichen Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle (94/62/EG) könnte es schon 2014 kommen. Mit der Eindämmung der Plastiksackerl-Flut wollen die EU-Umweltbeauftragten insbesonders die durch Plastik immer stärker bedrohten Gewässer schützen. Nach jüngsten Schätzungen treiben z.B. allein im Mittelmeer bereits mehr als 200 Milliarden Kunststoffteilchen mit einem Gesamtgewicht von 500 Tonnen.

Bild: Ralph Aichinger / pixelio.de

Veröffentlicht am 07.11.2013