Monatsarchive: August 2013

Erste Klimawoche in Rietberg – Veranstaltungen im Klimapark

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Klimaschutzmanagerin Anika Hering im Klimapark

„Tank oder Teller“ – der erste „Talk am Altar“ in Rietberg reißt ein in der Öffentlichkeit oft kontrovers diskutiertes Thema an. Um die Frage, ob Rohstoffe zur Nahrungsmittelerzeugung in Biogasanlagen für klimaschonende Energie sorgen sollen, dreht  es sich nicht nur aber auch in der ersten „Rietberger Klimawoche“. Im Zeitraum vom 16. bis 22. September wurde ein ganzes Veranstaltungsbündel geschnürt.

„Information, Aktion und Diskussion für alle Altersstufen und immer den Blick auf Fragen des Klimaschutzes gerichtet, das war unser Ansatz für rund zwanzig Termine“, berichtet Klimaschutzmanagerin Anika Hering. „Dabei ging es ganz bewusst darum, den Facettenreichtum in diesem Thema zu berücksichtigen. Wir möchten zum Mitmachen und Mitdenken anregen. Und wenn es dabei kontroverse Meinungen gibt, warum nicht.“

Mit den Projektpartnern im Klimapark und dem Grünen Klassenzimmer im Gartenschaupark, dem BUND, der evangelischen Kirchengemeinde, dem kommunalen Abwasserwerk und Landwirt Wilhelm Hansmeier ist ein ganzes Veranstaltungsbündel aus Vorträgen und Bastelaktionen geschnürt worden. Filmvorführungen im Ratssaal und in der Cultura, die Besichtigung einer Biogasanlage und des Klärwerks und ebenso ein ausschließlich vegetarischer Mittagstisch in der Mensa des Gymnasiums Rietberg bilden weitere Bausteine der Klimawoche.

Renate Künast im Klimapark: „Rietberg zeigt wie Energiewende geht“

Künast Gruppe

Renate Künast (2. v. l.) lässt sich von Bürgermeister Andreas Sunder (r.) das Projekt erklären. Links Landtagsabgeordnete Wibke Brems, 2. v. r. Bundeskandidat Marco Mantovanelli von Bündnis 90/Die Grünen.

Der Klimapark in Rietberg bekam erneut prominenten Besuch: Auf Einladung von Bündnis 90/die Grünen im Kreis Gütersloh besuchte Renate Künast am 27. August das Vorzeigeprojekt im Gartenschaupark. Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion zeigte sich besonders interessiert an der LED-Beleuchtungstechnik und an dem drehbaren Sonnenhaus, das dadurch 30 Prozent mehr Sonnenenergie produziert als normale Solaranlagen. Aber dabei müsste sich eigentlich, so die Bundespolitikerin mit einem Augenzwinkern „auch der Garten mitdrehen.“

Die Frontfrau der Grünen war beeindruckt: Rietberg zeige mit dem Klimapark „wie Energiewende geht.“ Sie bezeichnete es als wichtigste Aufgabe der heutigen Generation „einen Masterplan für die Energiewende zu schreiben und den Mut zu haben, ihn auch umzusetzen.“

„Ort des Fortschritts“: NRW-Ministerin Schulze zeichnet den Klimapark aus

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Haben gemeinsam die Plakette “Ort des Fortschritts” enthüllt (v.l.n.r): Prof. Dr.-Ing. Eva Schwenzfeier-Hellkamp, FH Bielefeld, Bürgermeister der Stadt Rietberg, Andres Sunder, Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Doris Wördekemper, Jaeger Haustechniksysteme

Genau so was brauchen wir!“ NRW-Ministerin Svenja Schulze hatte für den Rietberger Klimapark ein ganz dickes Lob mitgebracht – und eine begehrte Auszeichnung: Das bundesweit einzigartige Projekt für Klimaschutz im Gartenschaupark trägt jetzt den Titel „Ort des Fortschritts“.

Symbol dafür ist eine Plakette, die die Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung persönlich im Klimapark enthüllte. Die Landespolitikerin freute sich besonders darüber, dass das Rietberger Projekt als erstes alle Kriterien erfüllt, nach denen das Land ausdrücklich suchte: ein Ort des Fortschritts, an dem dieser Fortschritt nicht nur der Entwicklung und Vermarktung von Produkten diene. Hier in Rietberg gehe es darum, den Menschen neue Techniken und Verhaltensweisen zum Schutz des Klimas näherzubringen.

Damit habe die Rietberger Bewerbung die Jury absolut begeistert: „Das hier ist Fortschritt, von dem die Menschen wirklich etwas haben – das ist Wissenschaft mit gutem und kreativem Geist,“ freute sich Svenja Schulze. Sie forderte die Stadt und ihre Projektpartner im Klimapark ausdrücklich auf: „Weitermachen, dranbleiben! Sie können Vorbild für andere Städte in NRW werden.“

 

Bundesumweltminister Peter Altmaier im Klimapark

Peter Altmaier trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Rietberg ein

Peter Altmaier trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Rietberg ein

Bundesumweltminister Altmaier folgte einer schon länger ausgesprochenen Einladung an das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, die deutschlandweit einmalige Anlage im Gartenschaupark zu besuchen. Als der Klimapark 2011 eröffnet wurde, hatte Altmaiers Vorgänger, Norbert Röttgen, die Schirmherrschaft übernommen, aber nie die Zeit für eine Besichtigung gefunden. Jetzt übernahm Altmaier diese Verpflichtung gerne und besuchte am 5. August 2013 das Klimapark-Gelände. CDU-MdB Ralph Brinkhaus und Beigeordneter Dieter Nowak begrüßten den Gast aus Berlin.

Nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Rietberg nahm sich Peter Altmaier bei einem Rundgang durchs Gelände Zeit, um mit den Firmen und Projektpartnern ins Gespräch zu kommen.

Auszeichnung des Klimapark Rietberg

UN-Dekade_Offizielles Projekt_2013_2014_rgbDer Klimapark Rietberg wurde am 11. Juli 2013 offziell als UN-Dekade Projekt Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. Die UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” ist eine weltweite Bildungsinitiative. Die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben sie für die Jahre 2005 bis 2014 ausgerufen und sich damit verpflichtet, den Gedanken der nachhaltigen Entwicklung in ihren Bildungssystemen zu verankern. Der Klimapark Rietberg trägt als außerschulischer Lernort dazu bei, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein abstrakter Begriff darstellt, sondern auch gelebt wird, ganz nach dem Motto: lokal wirken- global gewinnen.

Eine weitere Ehrung erhält der Klimapark Rietberg durch die Auszeichnung als „Ort des Fortschritts NRW“. Am 13. August wird Frau Ministerin Schulze offiziell den Klimapark Rietberg auszeichnen.

Der Klimapark Rietberg ist damit einer von 19 ausgesuchten „Orten des Fortschritts“ in Nordrhein-Westfalen und einer von fünf in Ostwestfalen-Lippe. Die Jury bezeichnete den Klimapark als „einzigartiges Leuchtturmprojekt“, das der Bevölkerung „Klimaschutz zum Anfassen“ vermittle. Pluspunkte kassierte der Park unter anderem für seinRZ_Logo_nrw-fortschritt_final_2e Einzigartigkeit in Deutschland, für seine hohen Besucherzahlen, die gute Wissensvermittlung und für die „weitverzweigte Netzwerkarbeit“.