Monatsarchive: Juni 2012

Tag der Architektur in NRW – Seltene Einblicke ins Sonnenhaus im Klimapark

Rietberg. Der sogenannte Tag der Architektur findet am kommenden Wochenende in ganz Nordrhein-Westfalen statt. Zahlreiche Gebäude werden der Öffentlichkeit vorgestellt. Dazu gehört auch das sogenannte Sonnenhaus im Klimapark Rietberg. Insgesamt sind in 164 Städten und Gemeinden genau 451 Bauwerke, Quartiere, Gärten und Parks unter fachkundiger Begleitung zu sehen.

In der Emskommune gibt es dabei eine seltene Besonderheit, denn: Das im Zusammenhang mit dem Klimapark errichtete Passivhaus in Holzrahmenbauweise ruht auf einem kugelgelagerten Drehkranz, der dazu dient, die auf dem gesamten Dach installierte Photovoltaik- und Thermie-Anlage so effizient zu nutzen, dass das Multifunktions-Gebäude weitaus mehr Energie erzeugt, als überhaupt verbraucht wird. Die als Stahl-Krag-Konstruktion umlaufende, sich mitdrehende Terrasse ermöglicht dabei von jedem Punkt aus den barrierefreien Zugang für den Besucher. Besichtigt werden kann das Sonnenhaus in seiner Gänze, sprich auch der Keller wird für Interessierte geöffnet die somit die Möglichkeit haben, Einblick in die spezielle Konstruktion zu nehmen. Geöffnet ist am 23. Juni von 13 bis 17 Uhr, Führungen durch die Räumlichkeiten und das Untergeschoss gibt es um 13, 15 und 16.30 Uhr.   „Energie!“ lautet das Motto für den Tag der Architektur 2012. „Wir möchten neue und erneuerte Bauwerke vorstellen, Anregungen geben und zum zwanglosen Gespräch einladen“, erklärt Hartmut Miksch, der Präsident der Architektenkammer NRW. Das Thema „Energie!“ verweise dabei sowohl auf die Notwendigkeit, den Wohnungsbestand energetisch zu optimieren und Neubauten mit möglichst geringem Energiebedarf zu realisieren, als auch auf die kreative Energie, mit der Architekten und Bauherren wieder spannende Architektur im bevölkerungsreichsten Bundesland geschaffen haben.

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Weitere Projekte im Klimapark geplant

Der Klimapark im Gartenschaugelände wird erweitert.
Rietberg (gl) – Der Klimapark Rietberg wird erweitert. Mehrere neue Projektpartner haben Interesse angemeldet. Unter anderem plant der Verein Zirkel, der mit Menschen mit Behinderungen arbeitet, sich auf dem ehemaligen Gelände der Landwirtschaft im Park Neuenkirchen an der Stennerlandstraße niederzulassen.

 Wie die Verwaltung mitteilt, errichtet der Verein schon in Kürze unter dem Titel „Nachhaltigkeit – Zukunftschancen für Menschen und Umwelt“ eine Kombination aus Ausstellungs- und Betriebsgebäude, aus Gartenlandschaften, Beeten und Gewächshäusern. Auch ein kleines Haus-Windrad zur autarken Stromerzeugung soll aufgestellt werden. Ziel sei es, über dieses Projekt Berührungsängste zwischen Menschen mit und ohne Behinderung abzubauen. „Dass sich an diesem Standort etwas tut, sieht man schon jetzt“, sagte André Kuper. In den vergangenen Tagen seien Zäune gezogen worden, die den künftigen Zirkel-Bereich neben der Wetterstation von den öffentlichen Wegen trennen. Weiterlesen

Energie aus Biomasse

Erleben Sie Hier im Park

Bioenergie wird aus dem Rohstoff Biomasse gewonnen. Biomasse ist gespeicherte Sonnenenergie in Form von Energiepflanzen, Holz oder Reststoffen wie z.B. Stroh, Biomüll oder Gülle. Bioenergie ist unter den Erneuerbaren Energieträgern der Alleskönner: Sowohl Strom, Wärme als auch Treibstoffe können aus fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse gewonnen werden. 2011 wurden aus fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse insgesamt 36,9 Milliarden Kilowattstunden Strom, 126,5 Mrd. kWh Wärme sowie 3,6 Mio. Tonnen Biokraftstoffe erzeugt.

Da Biomasse rund um die Uhr verfügbar und flexibel einsetzbar ist, kommt ihr eine bedeutende Rolle bei der Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien zu. Die Bioenergie bietet der Landwirtschaft ein zusätzliches Standbein. Rund 124.000 Arbeitsplätze wurden 2011 bundesweit in diesem Bereich gezählt.

Die dezentrale Nutzung der Bioenergie stärkt zudem die kommunale Wertschöpfung: Nach Berechnungen des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung sorgte die Erzeugung von Strom, Wärme und Kraftstoffen aus Biomasse im Jahr 2010 für 1,9 Milliarden Euro an Einkommen, Steuereinnahmen und Unternehmensgewinnen in den Kommunen.

Informationen Förderung 2012

 

Für die Förderung von erneuerbaren Energien zur Wärmeerzeugung aus dem Marktanreizprogramm (MAP) steht in diesem Jahr ein Finanzvolumen von insgesamt 366 Millionen Euro zur Verfügung. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in einem Beschluss vom 21. März 2012 u.a. festgelegt, dass der MAP-Ansatz aus dem Bundeshaushalt 2012 in Höhe von rd. 250 Millionen Euro mit Restmitteln aus Vorjahren (116 Millionen Euro) verstärkt wird. Damit ist die Förderung bei den Investitionszuschüssen für private Antragsteller (so genannter BAFA-Teil des MAP) und auch bei der Förderung von gewerblichen Investitionen im KfW-Teil („KfW-Programm Erneuerbare Energien, Premium“) hinreichend gesichert.

Das MAP hat sich als ein wichtiges und erfolgreiches Instrument für den Ausbau der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt erwiesen. Eine Überarbeitung der derzeit geltenden Förderrichtlinien vom 11. März 2011 ist für dieses Jahr geplant. Damit werden der Stand der Technik und die Marktentwicklung berücksichtigt.

Globale Energiewende: Trend zu erneuerbaren Energien hält weltweit an

Globale Investitionen 257 Milliarden US-Dollar im Jahr 2011

 

Auch im Jahr 2011 sind die erneuerbaren Energien weltweit massiv ausgebaut worden: Die globalen Investitionen haben gegenüber dem Vorjahr um rund 17 Prozent auf den Rekordwert von 257 Milliarden US-Dollar zugelegt. Das wurde heute vom Politiknetzwerk REN21 im Rahmen des jährlich erscheinenden „Globalen Statusberichts zu erneuerbaren Energien 2012“ (Renewables Global Status Report – GSR) veröffentlicht. Weltweit decken die erneuerbaren Energien mittlerweile 16,7 Prozent des Endenergieverbrauchs und rund 20,3 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs.

„Die Zahlen bestätigen eindrucksvoll, dass die deutsche Energiewende den weltweiten Trend setzt. Die Energiewende sichert damit Deutschlands Rolle als Vorreiter eines dynamischen weltweiten Wachstumssektors, der uns darin unterstützt, Klimaschutz, sichere Energieversorgung und nachhaltiges Wachstum zu vereinbaren“, sagte Bundesumweltminister Peter Altmaier. Weiterlesen